Manuelle Medizin

Die Manuelle Medizin befasst sich mit funktionellen Störungen des gesamten Haltungs- und Bewegungssystems. Sie umfasst alle diagnostischen und therapeutischen Techniken an den Gelenken und an der Wirbelsäule. In Deutschland ist hierfür noch der Begriff „Chirotherapie“ gebräuchlich.
Die Osteopathie ist die manuelle Diagnose und Therapie der Dysfunktion der Gelenk- und Gewebemobilität, die in einem Zusammenhang mit dem Auftreten von Krankheiten steht. Die Osteopathie geht also „ganzheitlich“ über das Spektrum der Chirotherapie hinaus und therapiert mit geringen Kräften Gewebe des Haltungs- und Bewegungssystems sowie die Wirbelsäule und Gelenke.
Die Okklusion, also das Ineinanderpassen der oberen und unteren Zähne dominiert die Stellung des Unterkiefers zum Schädel. Fehlstellungen des Unterkiefers können damit mitverantwortlich für Probleme im Haltungsapparat sein. Probleme des Halteapparates können umgekehrt aber auch die Stellung des Unterkiefers beeinflussen.

Unsere Aufgabe als Kieferorthopäden ist es, den möglicherweise vorhandenen negativen Einfluß einer Kiefergelenkdysfunktion und Zahnfehlstellungen auf das gesamte Haltungs- und Bewegungssystem zu bewerten und wenn vorhanden entsprechend zu therapieren. Zur Bewertung von Funktionsstörungen und deren Verbindung zum Kiefer benutzen wir Techniken aus der manuellen Diagnostik. In der Regel werden zur Behandlung zuerst Aufbissschienen (Craniomandibuläre-Orthopädische Positionierungsapparatur / COPA) oder feste Aufbisse (COPA-Onlays) eingesetzt. Die Manuelle Therapie und die osteopathische Behandlung delegieren wir an weitergebildete Manualmediziner und Osteopathen.