Therapie der CMD

Nach Analyse der klinischen und apparativen interdisziplinären Untersuchungen erfolgt die Erstellung eines individuellen Behandlungsplans. Wir setzen unterschiedliche Therapieverfahren und begleitende Maßnahmen wie unten näher beschrieben ein. Zur Therapie von akuten und chronischen Kopf- und Gesichtsschmerzen, Kiefergelenkdysfunktionen, Migräne, Rückenschmerzen, Tinnitus, Schwindel etc. setzen wir Aufbißschienen oder festsitzende Aufbisse ein. Je nach Krankheitsbild ergänzen wir die Therapie durch kieferorthopädische Behandlungen (z. B. mit unsichtbaren Zahnspangen (Invisalign®), und/oder Verfahren der manuellen Medizin und osteopathischen Medizin, der Akupunktur, der medikamentösen und orthomolekularen Therapie. Zudem arbeiten wir eng mit ganzheitlichen Schmerztherapeuten zusammen.

Eingliederung einer Korrekturschiene
Stellen wir fest, dass Zähne und Kauflächen die Kieferfehlstellung beeinflussen, wird zur Korrektur des Fehlbisses eine spezielle Korrekturschiene gefertigt. Durch diese neue Kaufläche aus Kunststoff in der richtigen Kieferposition wird der Fehlbiss ausgeglichen. Die Schiene ist herausnehmbar und muss je nach Beschwerdebild rund um die Uhr oder nur nachts getragen werden.

Kieferorthopädische Veränderung der Zahnstellungen
Invisalign® ist eine zeitgemäße Methode der schonenden Zahnkstellungskorrektur mit einer unsichtbaren Zahnspange. Invisalign verwendet ein Set von transparenten, herausnehmbaren Aligner (Schienen) und korrigiert Ihre Zähne ohne Metallspangen oder -drähte. Die gewünschte Zahnbewegung wird mit Invisalign exakt am Computer vorausberechnet. Die Zähne werden dadurch mit genau dosierten Kräften in die gewünschte und berechnete Position bewegt. Die Mundhygiene wird durch die Invisalign- Behandlung nicht beeinträchtigt.

Orthopädische, physiotherapeutische, osteopathische und psychosomatische Maßnahmen
Alternativ oder als Ergänzung zur Korrekturschiene setzen wir im Sinne einer ganzheitlichen Behandlung verschiedene therapeutische Maßnahmen ein. Eine begleitende Physiotherapie oder osteopathische Behandlungen  unterstützen die Entspannung des gesamten Körpers. Übungen zur Stärkung der Muskulatur sowie die Anleitung für eigenes Training runden den Behandlungsplan ab.

Nacken-/Schulterverspannungen
Muskuläre Fehlhaltungen führen zur wechselseitigen Beeinflussung von Halswirbelsäule und Kieferposition. Stets wiederkehrende sowie schwer behandelbare Verspannungen im Bereich des Nackens und der Schultern sind oftmals Folge einer Kieferfehlstellung.

Rückenschmerzen
CMD-Beschwerden können im gesamten Rücken auftreten. Eine Beckenschiefstellung ist häufig mit einem falschen Biss verknüpft und kann zu unerklärlichen Schmerzen sowohl im Bereich der Lendenwirbelsäule als auch an der Hüfte führen.

Zähneknirschen und Knacken im Kiefergelenk
Stressbedingtes Zähneknirschen und –pressen ist sehr häufig mit einer CMD-Erkrankung verbunden. Geräusche oder Knacken im Mundbereich deuten oft auf eine fortgeschrittene Fehlstellung des Kiefers hin. Für eine erfolgreiche CMD-Therapie muss die Ursache dieser Geräusche durch eine genaue Diagnose ermittelt werden.

Gesichtsschmerzen und Ohrenschmerzen
Aufgrund der räumlichen Nähe werden Kieferfehlstellungen von Patienten häufig als Gesichts- oder Ohrenschmerzen empfunden.

Tinnitus
Ohrgeräusche und Tinnitus werden in manchen Fällen durch einen falschen Biss beeinflusst. Insbesondere bei einseitigen Ohrgeräuschen, die durch Kiefer- oder Kopfbewegungen beeinflusst werden können, ist eine CMD-Untersuchung empfehlenswert.

Schwindel
Kurzzeitiger Bewegungsschwindel tritt gelegentlich verknüpft mit Nackenverspannungen auf. Manchmal haben die Patienten das Gefühl, „wie auf Watte zu gehen“.

Schnarchen und Schlafstörungen
Durch eine Rückverlagerung des Unterkiefers kann es zu einer Einengung des Mund-Rachen-Raumes kommen. Schnarchen, Atemstörungen und damit einhergehende Schlafstörungen sind die Folgen.



Dr. med. dent. Janine Jäsche-Meyer